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Otto Haxel-Preis 2010

Verleihung des Otto Haxel-Preises 2010

Celitement

Dr. Günter Beuchle, Dr. Krassimir Garbev, Dipl.-Ing. Uwe Schweike, Dr. Peter Stemmermann

Mit dem Otto Haxel Preis 2009 zeichnet der Freundeskreis eine Leistung aus, mit der es gelungen ist, die Herstellung eines seit über 100 Jahren bewährten Massenprodukts, des Zements, an deren Verbesserung schon Tausende gearbeitet haben, um einen gewaltigen Sprung zu revolutionieren.

Dr. Stemmermann und seine Mitstreiter haben die Produktion des eigentlichen Bindemittels im Zement optimiert. Ihr neuer Prozess vermeidet überflüssige Nebenprodukte, die heute 50% des Portlandzements ausmachen und für deren Herstellung und Bearbeitung viel Energie benötigt wird. 

Die Zementherstellung ist ein sehr energieintensiver Prozess. 2 bis 3% des weltweiten Energiebedarfs werden dafür eingesetzt. Jährlich emittieren Zementwerke mehr als zwei Milliarden Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) – dies sind fünf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Damit setzt die Zementherstellung drei bis viermal so viel CO2 frei wie der Flugverkehr.

Die Herstellung von Celitement spart in zwischen einem Drittel und der Hälfte dieser Energie ein. Die günstige Energiebilanz hat im wesentlichen drei Gründe: Erstens die niedrigere absolute Herstellungstemperatur. Zweitens wird nur ein Teilstrom der eingesetzten Rohstoffe überhaupt aufgeheizt. Drittens wird durch den wesentlich abgesenkten Kalkgehalt die Energie zur Entsäuerung minimiert. Die weltweite Einführung von Celitement würde also die CO2-Emissionen des gesamten Flugverkehrs mehr als kompensieren.